Montag, 29. September 2008

Der erste Schultag (Mo.29.9.08)

Das Programm sieht vor: Unterricht mit Gastschülern, Begrüßung durch den Schulleiter Herrn Hille, Schulführung durch Frau Miranda, Spanisch für Anfänger und Spanisch für Fortgeschrittene, Ceremonia, Einführung in die Computernutzung mit Gelegenheit zum Schreiben von E-Mails und Chatten und nochmals Unterrichtsbesuch.
An erster Stelle steht aber für alle der Informationsaustausch über den gestrigen Tag.

Jeder schreibt seine ersten Eindrücke nieder. Hieraus einige Zitate:
- die Gasteltern sind sehr nett und fürsorglich
- die Mexikaner sind überall sehr freundlich
- wenn wir zu Verwandten mitgenommen wurden, sind wir schon in deren Familie aufgenommen worden
- die Mütter sind sehr zuvorkommend; nicht einmal das Bett soll ich machen
- auf den Straßen fahren viele Geländewagen, "kaputte Busse" und grün-gelbe Käfertaxis
- die gesamte Lebensart ist anders, viel gelassener,...
- die Mexikaner gehen sehr locker miteinander um, auch wenn es dadurch manchmal ein wenig zu chaotisch wird, wie im Straßenverkehr
- Zum Tanken muss man nicht einmal aussteigen
- frittierte Schweinehaut mag ich nicht
- Essen ist lecker
- das Essen ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber eigntlich lecker
- die Straßen sind sehr voll und alle paar Meter sind Hügel auf der Straße
- die Leute fahren katastrophal
- auch wenn es schon sehr spät ist, sind noch viele Leute unterwegs und kleine Stände oder Imbisse sind noch geöffnet
- im Supermarkt wird großer Wert auf Hygiene gelegt
- viele frei laufende Hunde
- viele Häuser hinter verschlossenen Mauern
- die Polizei ist sehr beschäftigt (Verkehr)
- überall gibt es Stände mit Getränken
- der Unterschied zwischen arm und reich ist sehr groß
- ich habe erwartet, dass es hier sehr viel anders ist, aber ich fühl mich nicht wie auf der anderen Seite der Welt
- die Viertel der Reichen sind von Polizisten bewacht
- es ist sehr laut hier: Feuerwerk und Werbung für einen Zirkus.

Heute habe ich (Rafael) Geburtstag. Das war ein ganz besonderer Geburtstag, weil es der erste und wahrscheinlich einzige in Mexiko sein wird. Aber nicht nur deswegen: meine Gastfamilie, insbesondere Gastbruder Giovanni, organisierte für mich eine Geburtstagsfeier mit einigen anderen Austauschschülern. Es gab Spaghetti, anschließend zeigte ich meinen Gästen das Haus und wir spielten Billiard. Es gab sogar einen Geburtstagskuchen und ein Geschenk. Die Mexikaner haben für mich "las Mañanitas" (das typische Geburtstagslied) gesungen; anschließend sollte ich Kerzen auspusten, was sich als nicht einfach erwies, da diese immer wieder angingen!
Insgesamt ein ganz besonderer Geburtstag.

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